Die Eucharistische Ehrengade ist eine Gruppe von Männern, die durch Antreten in altpreußischer Offiziersuniform Eucharistische Fest in besonderer Weise hervohebt und bei Prozessionen die Monstranz begleitet. Als Gruppe der Gemeinde nehmen wir mit unseren Familien aktiv am Gemeindeleben teil.

Wir freuen uns über jeden katholischen Mann, der mit uns diesen Dienst ausüben möchte.

 

Über die Ehrengarde

Die Eucharistischen Ehrengarden sehen auf eine mehr als einhundertjährige Tradition zurück. Auch unsere Ehrengarde „Zur Heiligen Familie“ besteht nun seit mehr als 80 Jahre. Der Gründungsanstoß für die ersten Ehrengarden war die Notwendigkeit, das Allerheiligste bei Prozessionen vor Hohn, Spott und tätlichen Angriffen zu schützen. So findet man in den Satzungen aller Garden der damaligen Zeit als Hauptzweck diese Schutzaufgabe. Darüber hinaus ergab sich die Möglichkeit, durch eine entsprechende Uniform, durch das Tragen des Degens, durch exaktes Antreten und Exerzieren unserem Herrn als ,,Garde“ Ehre zu erweisen, wie sie sonst nur Königen, Kaisern und hohen weltlichen Würdenträgern zukam. Grundlage hierfür war der tiefverwurzelte Glaube an die Anwesenheit Christi im heiligen Brot.

ehrengarde 1930Eine Analyse der heutigen Situation der Kirche, des Verhältnisses der Umwelt zur Kirche, zu ihren Repräsentanten und Einrichtungen und auch zum Mittelpunkt unseres Glaubens, der heiligen Eucharistie, zeigt, dass sich zwar manches gewandelt hat, aber nicht immer zum Guten und in die richtige Richtung. Die Gefahren, die unsere Gründungsväter von außen abwehren mussten, existieren in dem Maße nicht mehr. Nein, die Gefahren, denen wir als Kirche heute ausgesetzt sind, kommen in weit größerem Maße von innen!

 

Was hat das alles mit Eucharistischer Ehrengarde zu tun?


Eucharistische Ehrengarde 1980Unsere Gründer sind angetreten, das Allerheiligste als Zentrum unseres Glaubens zu schützen und zwar da zu schützen, wo Angriffe und Anwürfe abzuwehren waren.
Tun wir das heute auch! Schützen wir die heilige Eucharistie vor unserer Gleichgültigkeit! Geben wir ihr die Ehre und Anbetung, die ihr gebührt! Werben und beten wir dafür, dass unsere Gemeinde in ihr verstärkt die Mitte ihres Glaubens sieht und findet! Setzen wir uns dafür ein, dass unsere Kirche, die ja von Christus selbst gegründet ist, wieder den Stellenwert erhält, den sie zur Bewältigung ihrer Aufgaben braucht!
Wir tragen unsere Uniform als Bekenntnis zu Christus und seiner Kirche! Wir tragen sie als Zeichen unserer Bereitschaft, unseren Teil dazu beizutragen, die Gefahren, die heute drohen, abzuwehren!

 

Aus der Chronik unserer Garde

Im Jahre 1921 wurde das Rektorat ,,Zur Heiligen Familie“ gegründet. Wilhelm Dohmen wurde der erste Rektoratspfarrer auf der Margarethenhöhe. Von 1921 bis 1929 trat die Ehrengarde der Pfarrei St. Ludgerus in Rüttenscheid in jedem Jahr zur Fronleichnamsprozession des Rektorates ,,Zur Heiligen Familie“ an. Aber dann, 1929, kam es zu Differenzen mit der ,,ausgeliehenen“ Garde, was dazu führte, dass der Wunsch nach einer eigenen Garde laut wurde.

Die Ereignisse überstürzten sich fast:
Am 6. Juni 1930 versammelten sich auf Einladung des Pfarr-Rektors Dohmen und des aus Holsterhausen zur Margarethenhöhe gezogenen Ehrengardisten Nottelmann 15 Männer und beschlossen einstimmig, hier eine Garde zu gründen. Da den Teilnehmern aber 15 Mitglieder zu wenig erschienen, fand einige Tage später, am 11. Juni eine zweite Besprechung statt, bei der sich alle 28 Teilnehmer bereiterklärten, der zu gründenden Ehrengarde beizutreten: Bei dieser Gelegenheit legte man den Tag der allerersten Versammlung, den 6. Juni 1930, als Gründungstag fest. Am 20. Juni bereits trat die junge Garde zur Fronleichnamsprozession erstmals öffentlich an. Zum ersten Obersten wurde Hermann Nottelmann gewählt.
Nun stand die Margarethenhöher Ehrengarde, aber sie war zunächst bitterarm. An die Beschaffung von Uniformen konnte man noch gar nicht denken, die Gardisten trugen beim öffentlichen Antreten einen schwarzen Gehrock und Zylinder mit dem Gardestern als einzigen Schmuck.
Am 4. September 1932 fand in Essen der Deutsche Katholikentag statt. Die Ehrengarde ,,Zur heiligen Familie“ nahm daran teil, obwohl man ihr wegen der fehlenden Uniformen das Recht zur Teilnahme zunächst verweigern wollte und die ,,Zylindergardisten“ dann ganz am Schluss marschieren mussten. Ähnlich war es der Margarethenhöher Garde schon am 12. Juni 1932 bei der Feier des fünfundzwanzigjährigen Bestehens der Ehrengarde ,,Mariä Empfängnis“ in Holsterhausen ergangen.
Eucharistische Ehrengarde 1934Solche Erlebnisse ließen die Uniformbeschaffung zu einem allgemeinen Wunsch und schließlich zu einer brennenden Frage werden. Die Mitglieder hatten auf verschiedene Weise Geld dafür aufbringen können. So wurde im Dezember 1933 jedem Gardisten als erstes Uniformstück der Degen überreicht, und am Dreifaltigkeitssonntag 1934, vier Jahre nach ihrer Gründung, konnte die Garde unter großer Anteilnahme der Pfarre erstmals in voller Uniform antreten. Sie zählte damals 30 aktive Mitglieder.

Heute gehören 33 Mitglieder aus allen Altersklassen zu unserer Garde, 10 davon sind aktive (uniformtragende) Mitglieder. Fünf ehemalige Obersten nehmen noch aktiv am Gardeleben teil. 

Stadtverband der Eucharistischen Ehrengarde bei der Stadtprozession 2002Die Ehrengarden schlossen sich in Stadt- und Bezirksverbänden zusammen: Bezirksverband Borbeck–Mülheim; Bezirksverband Bottrop–Gladbeck; Stadtverband Bochum und Stadtverband Essen, zu dem unsere Garde gehört. Nach der Gründung des Bistums Essen wurde als Dachverband der Diözesanverband der Ehrengarden gegründet. Die Garden treffen sich zu ihren Stadt- bzw. Bezirksverbandstagen und zum Diözesanverbandstag. Unser Stadtverband begeht seinen Stadtverbandstag in Verbindung mit dem Annenfest in Essen-Rellinghausen. Bei der Stadtprozession in Essen begleiten ebenfalls einige Garden des Stadtverbandes Essen und die Garde Borbeck die Eucharistie. Im Jahre 2005 fand zu unserem 75-jährigen Bestehen der Diözesanverbandstag der Eucharistischen Ehrengarden auf der Margarethenhöhe statt.

Spontangrillen 2003-1Spontangrillen 2003-2Auch das Gesellige Beisammensein mit den Familien ist immer ein wichtiger Bestandteil, zum Beispiel beim Grillen auf dem Hauxplatz.

 

Mit Gott! Für Gott!

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